HDD vs. SSD – Festplatten im Vergleich

Bei allen unseren PCs und Notebooks findet sich im Bereich “Festplatte” die Angabe SSD oder HDD. Bei manchen Geräten sind auch beide Datenträger verbaut. Den Unterschied zwischen beiden Begriffen und Tipps im Umgang mit beiden Varianten klären wir in diesem Beitrag.

Beide haben genau die selbe Funktion

Sowohl auf der SSD (Solid State Drive) als auch auf der HDD (Hard Disk Drive) werden Daten gespeichert. Im Gegensatz zum Arbeitsspeicher liegen auf der Festplatte Daten die permanent gespeichert werden. Also das Betriebssystem (z.B.: Windows), die installierten Programme und die Nutzerdateien (Bilder, Dokumente, Musik, Videos, Downloads…). Die Größe der Festplatte bestimmt wie viele Daten auf dem System gespeichert werden können. Eine größere Festplatte führt jedoch nicht zu einem schnelleren System. Wie viel Festplattenspeicher Sie benötigen, erfahren Sie in diesem Beitrag –> Festplattenspeicher, wie viel benötige ich?

SSD: Schneller, stabiler, teurer

Der Unterschied liegt in der Technologie der Datenträger. Während sich in der klassischen HDD drehende Scheiben befinden auf denen die Daten geschrieben werden, kommt die neuere Entwicklung SSD ganz ohne mechanische Teile aus. Ähnlich wie bei einem USB Stick werden die Dateien auf Speicherchips geschrieben. Dadurch ist die SSD deutlich schneller beispielsweise beim Hochfahren des Rechners oder beim Starten größerer Programme. Während des Tippens eines Texts oder beim Surfen ist jedoch kaum ein Geschwindigkeitsunterschied spürbar. Ganz empfindliche Ohren werden vielleicht feststellen, dass die SSD etwas leiser ist.

Während HDDs sehr empfindlich gegen Stöße sind, spielen diese für SSDs keine Rolle. Das Risiko eines Datenverlusts z.B. durch Herunterfallen des Notebooks ist bei einer SSD sehr viel geringer als bei einer HDD.

Die Preise für SSDs sind in den letzten Jahren zwar deutlich gefallen. Dennoch ist der Preis pro GB bei der SSD noch deutlich Höher als bei der HDD. Für größere Datenmengen kann sich die HDD daher immernoch lohnen.

SSD erspart kein Backup!

SSDs sind zwar sehr stoßemfindlich, aber wie jedes elektronische Bauteil können sie aber auch ausfallen –  und zwar ohne Vorwarnung! Das passiert zwar Vergleich zu HDDS deutlich seltener, aber es passiert eben doch. Und dann ist die Datenrettung meist schwieriger als bei der HDD (oder sogar unmöglich). Zudem haben SSDs begrenzter Lese- und Schreibzugriffe. Diese Grenze ist allerdings so hoch, dass man die SSD viele Jahre bedenkenlos nutzen kann. Da Anzahl der maximalen Schreibzugriffe geringer ist, als die der maximalen Lesezugriffe sollte zumindest in der Theorie die Daten noch auszulesen sein, bevor die SSd ganz ausfällt. In der Praxis ist uns dieser Fall bisher noch nie begegnet.

In jedem Fall gilt auch beim Einsatz einer SSD: Für wichtige Daten immer ein Backup erstellen!

Tipps zum Erstellen von Backups finden Sie hier: No Backup? No mercy!

Wer braucht nun eine SSD?

Jedem Anwender der Wert auf ein flüssiges Arbeiten legt, sollte unbedingt auf eine SSd setzen. Für Einsteiger, Geräte für die Maschinensteuerung oder Systeme die nur selten benutzt werden, kann eine HDD jedoch immernoch ausreichend sein. Falls auf einem Gerät regelmäßig große Datenmengen geschrieben (und wieder gelöscht) werden, kann die HDD sogar von Vorteil sein.

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